Heimat- und Kulturverein Ovelgönne e.V.
Heimat- und Kulturverein Ovelgönne e.V.

Termine 2020

WIEDERERÖFFNUNG  (zu Corona-Bedingungen):

 

So, 13. September  2020

 

Sonderausstellung

"Milch Molkerei und Kuh. Die Geschichte der Milch in der Wesermarsch".

 

 

Auch im Handwerksmuseum müssen die aktuellen Corona-Regeln eingehalten werden:

Mund-Nasen-Masken, Dokumentation der Adressen, Mindestabstände 1,5m, Einbahnregelungen, Desinfektion.

Führungen sind nur in Kleinstgruppen möglich.

 

 

Informationen zur Sonderausstellung:

Milch Molkerei & Kuh. Geschichte des Melkens in der Wesermarsch“

Handwerksmuseum Ovelgönne 13.9.2010 bis 28.3.2021

 

Heute finden wir in jedem Supermarkt eine große Auswahl von Milch verschiedenster Herkunft und Herstellung. Die Ausstellung im Handwerksmuseum geht der Geschichte der Milch aus der Wesermarsch nach. Denn die Wesermarsch ist eine historische Kulturlandschaft aus Weideland. Ansiedlung und Urbarmachung dieser von - nicht trinkbarem - Salzwasser überfluteten Marschlandschaft war eigentlich nur durch Kühe möglich, denn sie wandelten Gras in trinkbare Milch um. Auf früheren Viehmärkten, z.B. dem in Ovelgönne, war das ziemlich kleine „Wesermarsch-Rind“ vor 100 Jahren noch oft vertreten und gewann auch hohe Preise bei internationalen Bullen-Körungen. Heute ist es längst verdrängt von größer gewachsenen Hochleistungsrassen, weil deren Euter mehr Milch produzieren. Ob die Kühe wie früher direkt auf dem Weideland oder wie heute von Melk-Robotern in Ställen gemolken werden, markiert die Spanne einer historischen Entwicklung zu einer industriellen Landwirtschaft. In dieser Spannung zwischen früher und heute bewegt sich auch die Ausstellung. Aus dem Museumsmagazin werden alte Milchkannen, Melkschemel, Butterfässer zum Drehen und Stampfen, Rahmlöffel, Zentrifugen gezeigt. Ergänzt durch Sammlungsobjekte verschiedener privater Leihgeber ist diese Ausstellung mit erstaunlichen Schätzen bestückt, wie z.B. den feierlich gerahmten zahlreichen Medaillen der alten Berner Molkerei, die diese schon kurz nach ihrer Gründung am Ende des 19. Jahrhunderts auf internationalen Weltausstellungen in Paris, USA bis Moskau erringen konnte. Erstaunlich ist auch der von einem Mitarbeiter beim Abriss gerettete Grundstein der Delmenhorster Molkerei in Form eines Milch-Rohrs incl. Inhalt von 1966. Eine große Landkarte zeigt die vielen Standorte früherer Molkereigenossenschaften in der Wesermarsch. In den 1960er bis 80er Jahren fusionierten sie nach und nach mit den „Botterbloom“-Milchwerken in Ovelgönne-Strückhausen. Hier begann die internationale Erfolgsgeschichte der Milch- und Eis-Produktion in der Wesermarsch. Das Ende des Botterbloom-Konzerns bzw. der Nachfolgefirmen scheint bei den zahlreichen damaligen Angestellten der Molkerei bis heute als Trauma nachzuwirken. Noch heute hängt das Herz vieler Menschen an nostalgischen „Botterbloom“-Erinnerungen. Es wird sie freuen, in den Vitrinen originale „Botterbloom“-Erinnerungsstücke wieder zu finden: aus den 1990er Jahren, aus den 1950er Jahren sowie aus der Anfangszeit der Strückhauser Molkerei-genossenschaft, die um 1884 von einigen Bauern gegründet worden war. Ein Botterbloom-Film aus den 1980er Jahren und eine Multimedia-Show, mit denen Schüler aus Rodenkirchen im Jahr 2003 einen europäischen Preis gewannen, zeigen uns historische Innenansichten der Botterbloom-Werke, auf denen sich manch ein Zeitzeuge vielleicht wiedererkennt. Verschiedene Menschen haben in verschiedenen Jahrzehnten Zeitungsausschnitte über die Entwicklung „ihrer“ Molkerei, insbesondere Botterbloom, aufbewahrt. Diese Ausschnitte wurden für die Ausstellung chronologisch zusammengeführt, so dass man in einer umfangreichen historischen Pressesammlung von 1949 bis in die Gegenwart blättern kann. Ein Experiment in heutigen Supermärkten geht anhand der Abfüllcodes auf den Milchpackungen der Frage nach: welche der vielen Milchsorten kommt heute eigentlich aus der Wesermarsch? Das herauszufinden, ist für Verbraucher nämlich gar nicht so einfach. Neben privaten Leihgebern wurde die Ausstellung auch von regionalen Verbänden bestückt: Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. stellte u.a. eine Kuh aus Holz zur Verfügung, an deren Gummi-Euter die Besucher selbst das Melken mit den Händen ausprobieren und einüben können. Das Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen hat vielleicht nicht zufällig noch heute seinen Sitz in Ovelgönne. Von hier aus, dem historischen Zentrum der Wesermarsch, wurde 2011 die Pro Weideland-Charta gegründet und wird seit 2017 ein bundesweites Label für Weidemilch vergeben, um die gefährdete Kulturlandschaft mit weidenden Kühen zu erhalten. Es sind viele Facetten, die in der neuen Sonderausstellung zum Tragen kommen. Möge das Thema rund um „Die Geschichte des Melkens in der Wesermarsch“ zum Nachdenken anregen. Die Musemsleiterin dankt allen Mitwirkenden für die interessanten Leihgaben und Gespräche.

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Sa 19. September 2020 (fällt wegen Corona aus).

EHRENAMTLICHENFAHRT des Museumsverbundes Wesermarsch

 

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So, 13.12.2020  3. Advent  11-18.00 Uhr ( fällt wegen Corona aus).

WEIHNACHTSMARKT

auf dem Platz vor dem Handwerksmuseum

 

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14.12. 2020– 31.1.2021

Winterpause

Handwerksmuseum
Breite Str. 27
26939 Ovelgönne
Telefon:  04401-81955

Kontakt           Anfahrt

Aktuelles ......

Deichkultour

Die Geschichtenretter von Ovelgönne

https://www.podcast.de/podcast/796206/ 

 

Haareschneiden im Frisörsalon

https://youtu.be/cQXwOsgvA4Y  

 

Das Museum im TV

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