Heimat- und Kulturverein Ovelgönne e.V.
Heimat- und Kulturverein Ovelgönne e.V.

Forschung

Kooperation mit dem Studiengang "Museum und Ausstellung" der Universität Oldenburg Carl von Ossietzky

 

Das Handwerksmuseum Ovelgönne bietet Studierenden der 

Universität Oldenburg die Möglichkeit, museumspraktische Erfahrungen zu gewinnen.

Wir kooperieren mit dem "Institut für Materielle Kultur"  auf mehrfache Weise:

 

Praxistage: Einmal im Jahr absolviert eine Gruppe von Studierenden aus dem Master-Studiengang "Museum und Ausstellung" ein praktisches Projekt im Handwerksmuseum. Dafür kommen die Studierenden über zwei Monate jeden Montag von Oldenburg nach Ovelgönne. 

 

Projekt Lehrmuseum: Das Handwerksmusem bietet auch Raum für besondere studentische Ausstellungsprojekte und erfüllt damit die Rolle eines "Lehrmuseums" der Universität Oldenburg.

 

Forschungsprojekt "Neue Heimatmuseen als Institutionen der Wissensproduktion": Das Handwerksmuseum ist eines von fünf Heimatmuseen in Deutschland und in der Schweiz, die von 2011 bis 2014 beforscht wurden.

 

Museumspraktikum: Studentische Praktikanten sind im Handwerksmuseum gern gesehen! Ein Museumspraktikum ist die Voraussetzung für die Aufnahme im Masterstudiengang "Museum und Ausstellung".

 

Alltag und Gestaltung

 

Viele Objekte des Museums verweisen auf das Handwerkliche im Wortsinne, als das, was mit den Händen gemacht wurde: Techniken und Umgangsweisen, die im 19. und 20. Jahrhundert verändert und mechanisiert wurden.

Diese Entwicklungen prägten auch das Interesse am Handwerk.
Die Zeugnisse des Wandels sollten bewahrt werden.
Das, was nicht mehr selbstverständlich war, was alt war, wurde aufgewertet. Städter beschrieben das ländliche und bäuerliche Handwerk.

Historische Zeugnisse zur Geschichte des Handwerks werden heute unter dem Vorzeichen des Künstlerischen wahrgenommen. Gestaltung ist aber auch der Begriff, über den Handwerk für uns Heutige im Alltag greifbar wird. Sie formuliert die Ansprüche an den modernen Handwerksbetrieb, gewinnt als wichtiger Faktor in der Freizeitkultur wie im Weiterbildungsbereich an Bedeutung.

Im Gegensatz zur landschaftsgebundenen Darbietung von Exponaten aus dem Bereich der Volkskunst, liegt der Schwerpunkt der Konzeption auf den formalen und sozialen Austausch- und Vermittlungsprozessen, die Gestaltung jeweils ermöglichten und bedingten.
In jüngster Zeit operieren wir mit dem Begriff design, um die Konklusion der historisch getrennten Bereiche Kunst und Handwerk, Handwerk und Gestaltung anzudeuten. In der Tat wird im Alltag derzeit mit allem, was der Begriff subsum-miert, diese Brücke geschlagen.
Aber die Geschichte des Gestaltens ist nicht einfach mit derjenigen des industrial designs kongruent. Vielmehr stellt letztere eine jüngere Variante dieser Geschichte im Kontext der Industriegesellschaft dar. Auch hier gibt es bereits wieder eine Gegenbewegung, die sich Absetzung von ‚fertigen Weltstücken‘ dem Bereich handwerklicher Gestaltung zuwendet.

Darum:
Ohne Berücksichtigung kultureller Bewertungen ist eine angemessene Darstellung zur Geschichte des Handwerklichen nicht möglich.
Notwendig ist eine offene Fragestellung: Wer hat wann was wie warum gemacht? Die Objekte werden in ihre Entstehungs- und Nutzungskontexte der materiellen und geistigen Kultur versetzt, um diese mit ihnen transparent zu machen.

 

 

Ausstellungsschwerpunkte:

 

  • Geschichte des organisierten Handwerks in der Wesermarsch dargestellt anhand von Ovelgönne als Focus der Regionalgeschichte
  • Handwerk und Gestaltung als Formkriterien des Alltagslebens. Sozialgeschichte am Beispiel regionalen Handwerks, Verhältnis von 'ländlichem' und 'städtischem Handwerk' am Beispiel des Fleckens Ovelgönne, Strukturgeschichte (Wandlungen im Handwerk- Bsp. Bader-Friseur, Ovelgönne als Handels- und Umschlagplatz - Bsp. Kolonialwarenladen: Wie kam die Welt aufs Land?)
  • Handwerk und sozialer Wandel, Einzelaspekte zur Form- und Gestaltungsgeschichte (Themenschwerpunkte: Wohnen, Kleidung, Nahrung), Materialien und Materialbewertungen, Ästhetisierung von Handwerk und ländlicher Produktionsweise, Fotografie und biographisches Gestalten, Sängerzimmer: Wie Kunst in der Freizeit populär wurde.

 

Virtueller Rundgang durch das Obergeschoss des  Handwerksmuseums.

Deichkultour

Die Geschichtenretter von Ovelgönne

https://www.podcast.de/podcast/796206/ 

 

Haareschneiden im Frisörsalon

https://youtu.be/cQXwOsgvA4Y  

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